Seit den 1990er Jahren führe ich für Institute im psychosozialen Feld und im Hochschulbereich Workshops zur Gruppendynamik durch, die auf die jeweilige Zielgruppe und ihre besonderen Interessen bzw. auf den Rahmen der durchführenden Organisation zugeschnitten sind. Mögliche thematische Fokussierungen finden Sie unten stehend. Zeitlicher Umfang, Termin und Ort, spezielle Fragen und Zielsetzungen, sowie das Honorar werden individuell kontraktiert.
In den vergangenen Jahren haben Workshops stattgefunden u.a. mit:
- DGVT-Ausbildungszentrum Berlin, Ergänzungsqualifikation zur Gruppenpsychotherapie
- DGSv Regionalgruppen in Dresden, Linker Niederrhein, Magdeburg, Mittelhessen, Rhein Main
- Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Westfalen, Gemeinsames Pastoralkolleg der Westfälischen, Rheinischen, Lippischen und Reformierten Kirche
- Niedersächsisches Institut für systemische Therapie und Beratung (NIS)
- Psychologische Hochschule Berlin, Zusatzqualifikation in systemischer Gruppentherapie
- Supervisionsausbildung der Fachhochschule Frankfurt
- Universität Koblenz Landau, Studiengang Pädagogik/Sozialpädagogik
- Universität Konstanz, Fachbereich Geschichte und Soziologie
Mit Gruppendynamik wird das dynamische Geschehen in Gruppen, seine Erforschung sowie ein Verfahren sozialen Lernens bezeichnet. Der Workshop stellt zentrale Theorien und Sichtweisen der Gruppendynamik vor und die klassische Arbeitsform der Trainings-Gruppe (T-Gruppe). Darauf aufbauend wird untersucht, ob bzw. wie die dort entwickelten Arbeitsprinzipien und Interventionsformen für andere Anwendungsformate und -felder, z.B. Fortbildung, Supervision, Psychotherapie, etc. nutzbar gemacht werden können. Dafür wird Fallmaterial genutzt, das die WorkshopteilnehmerInnen aus ihrer beruflichen Praxis einbringen. Mit diesem Material wird supervisorisch und konzeptbildend gearbeitet.
Literaturempfehlung:
Oliver König & Karl Schattenhofer (2020), Einführung in die Gruppendynamik, Carl-Auer-Compact, 10. Auflage Heidelberg, siehe Veröffentlichungen.
In diesem Workshop geht es speziell um die Übertragung von gruppendynamischen Konzepten und Vorgehensweisen auf die Gruppen- und Teamsupervision. Mögliche thematische Blöcke sind:
- Supervision im Kanon der Beratungsformen und -methoden, Verfahren und Format,
Interpretations- und Arbeitsebenen in der Supervision, Formen der Gruppen-
und Teamsupervision; - Gruppeneigene Modelle von Gruppen und Teams, Gruppenprozesse in der
Supervision, Reflexivität und Selbststeuerung, Thematische Grenzen von
Gruppen und Teams; - Wirklichkeitsebenen in der Supervision, Übertragung und Gegenübertragung,
Spiegelungsphänomene; - Kontrakt, Rahmen und Setting, die Rolle des/der SupervisorIn
- Professionelle Rahmungen – Supervision als bescheidene Profession
Literaturempfehlung:
Oliver König (2004), Vom Nutzen der Gruppendynamik für die Supervision, in: DGSv aktuell, H. 4, S. 12 - 15.
Oliver König & Karl Schattenhofer, Einführung in die Fallbesprechung und Fallsupervision,
Carl-Auer-Compact, 2. Auflage, Heidelberg 2018
Der Workshop bietet die Möglichkeit, Praxis und theoretische Hintergründe von Systemaufstellungen und ihren Einsatz als Diagnose- und Interventionsinstrument in verschiedenen Formen der Gruppenarbeit (Fortbildung, Training, Supervision, Psychotherapie) kennen zu lernen. Der Schwerpunkt liegt auf dem nicht-therapeutischen Einsatz.
Um die Methode erfahrbar zu machen, können Beispiele aus dem beruflichen oder privaten Bereich der TeilnehmerInnen eingebracht werden. So weit die Zeit reicht und entsprechende Fälle eingebracht werden, stelle ich neben der Aufstellung von Personensystemen auch die Aufstellung von „inneren“ Systemen sowie Entscheidungs- und Problemaufstellungen vor.
In Kurzinputs und Seminarpapieren werden zentrale konzeptionelle Fragen und die relevanten Hintergrundannahmen über verschiedene Anwendungsfelder (Familie, Gruppe, Team) dargestellt und diskutiert, sowie die Implikationen der Methode für die Beziehungsgestaltung zwischen Leitung und Klient bzw. Klientensystem.
Ich lege großen Wert darauf, den gruppendynamischen Unterschied zu verdeutlichen zwischen der Arbeit mit einer Realgruppe und der Arbeit mit einer „Stranger Group“, die nur zum Zweck einer Veranstaltung zusammenkommt. Ich stelle daher die Aufstellungsarbeit in einer doppelten Form vor: als Arbeit mit Stellvertretern sowie als eine besonders gerahmte und strukturierte Form gruppendynamischen Arbeitens.
Podcast zur Gruppendynamik
Zuletzt möchte ich Sie auf einen interessanten Podcast zur Gruppendynamik hinweisen, in dem in thematischer Breite und personeller Vielfalt die Entwicklung gruppendynamischer Arbeitsweisen und Konzepte sowie ihre Umsetzung in verschiedenen Praxisfeldern von Experten aus Deutschland, Österreich und dem englischsprachigen Raum diskutiert werden. Den Beitrag von mir vom Dezember 2021 finden Sie auch als Transkript unter Veröffentlichungen/Vorträge. Gespräche, Unveröffentlichtes.
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